Borderlinesyndrom



Ohrakupunktur bei psychischen Störungen oder das Borderleinsyndrom

Autor: Michael Noack
 

Das Borderline-Syndrom wird als eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung beschrieben. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner gibt es eine Tendenz zu Streit und Konflikten, wenn die impulsiven Handlungswünsche durch dritte durchkreuzt oder behindert werden.

Zwei Erscheinungsformen werden beschrieben:
Der impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und der andere Typ, der gekennzeichnet ist durch Störungen des Selbstbildes. Letzterer ist verstört, hat ein chronisches Gefühl von Leere, intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten, u.a. Suizid.
Betrachtet man solche Krankheitsbilder näher, wird deutlich, dass die Symptome und Symptomkomplexe immer personotrop ausgeprägt und somit unterschiedlich sind.

Der Name „Borderline“ stammt aus Zeiten, als man das Syndrom als Grenzfall (engl. borderline) zwischen Psychose und Neurose ansah. Alle Betroffenen leiden ja an ihren in ihrer Stärke nicht zu reduzierenden Reaktionen auf äußere Einflüsse. Sie können diesen Gefühlsimpulsen nichts entgegensetzen.
Wenn überhaupt eine Kategorisierung möglich ist, dann durch diesen besondere Aspekt der Reaktionen und durch den unmittelbaren Zusammenhang mit einem ursächlichen traumatischen Erlebnis und damit verbundenem dissoziativen Verdrängungsprozess.

Die Frage ist, wann beginnt das Borderline Syndrom? Ist jemand in bestimmten Situationen für einen begrenzten, meist kurzen Zeitraum nicht in der Lage, die allgemeine Realität richtig zu beurteilen, nennen das die Fachleute eine „latente Hysterie“. Ist das der Einstieg?
Nimmt die betroffene Person dagegen Aspekte der Wirklichkeit für einen unbestimmten Zeitraum nicht realistisch wahr und reagiert sie entsprechend dauerhaft unerwartet bzw. unkontrolliert, ist das dann noch ein Borderline Syndrom?

Kritik

Sowohl der Begriff als auch die diagnostischen Kriterien sind folgerichtig umstritten. Der Psychoanalyse wird unterstellt, mit dem Begriff Borderline die eigentlichen Ursachen der Störung zu verschleiern, weil sie nur ungenügend auf die das Syndrom auslösenden Faktoren eingeht. Man sagt, es handle sich um eine Modediagnose.
Nun, in der Tat sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Zu viele Fragen lassen sich nicht eineindeutig beantworten.
Wissenschaftler aus der Traumaforschung behaupten, bei Borderline müsse man grundsätzlich von einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.
Andere Untersuchungen besagen, dass ca. ein Viertel der Betroffenen gar keine entsprechenden Erfahrungen gemacht haben. Aber vielleicht bleibt in dieser Aussage unberücksichtigt, dass Traumata oft schon in der frühen Kindheit liegen, während die Folgen erst im späteren Leben auffällig werden. Überdies haben ja manche Trauma-Erlebnisse einen dissoziativen Verdrängungseffekt; Betroffene können sich daran nicht mehr erinnern.
Häufig habe die Betroffenen gar keine differenzierbare Ursachenbeschreibung parat. Höchstens so etwas, wie „ich hatte ein Scheiß Leben!“

Mich bringt diese Sophisterei nicht weiter. Was ich als Behandler bei solchen Symptombildern vorfinde, ist eine Krankheits- oder besser Lebenssituation, die für den Betroffenen unlösbar scheint. Vielleicht hat der englische Analytiker John Steiner Recht, wenn er die so genannte Borderline-Position als psychischen Rückzugsort, der Zuflucht vor den Ängsten bietet, welche die Patienten bedrohen, beschreibt. Das macht die Sache nicht einfacher. Ich habe viele Patienten, die Probleme dieser Art mit sich herum schleppen und krank werden, weil ihre in irgendwelchen Lebenssituationen entwickelten Lebensstrategien nicht mehr stimmen. Die Konflikte, die daraus entstehen, machen krank. Die Patienten sind verkrampft, angstvoll oder zornig, ohne Lösungen für die eigene Situation und ohne für sie erstrebenswerte Zukunftsvisionen. Die brauchen jetzt ganz praktische Hilfe. Eine Familienaufstellung hilft da gewiss nicht.

Für den Behandler von einziger Bedeutung ist es jetzt, a) die gegenwärtige Situation real zu erfassen, d.h. den Menschen in seiner realen körperlichen und seelischen sowie seiner sozialen Situation wahrzunehmen und b) die Lebensenergie zu aktivieren. Das heißt, zu entspannen, etwas in Fluss bringen,  Stoffwechsel anzuregen, Energie freizusetzen. Nur wenn man den Kreislauf aus seelischer Belastung und körperlicher Schwäche durchbrechen kann, ist eine Heilung möglich. Die Welt sieht besser aus, wenn man gut schlafen kann, wenn der Stuhlgang in Ordnung ist, wenn die Schmerzen weggehen und, und, und.

Exkurs:

Wenn Sie des Morgens mit dem rechten Bein zuerst aufgestanden sind („Rechts bringt Schlechts!“) und Ihnen fällt in der Dusche natürlich die Seife runter, sind Sie schon mal genervt. Beim Bücken stoßen Sie sich den Kopf und Ihr Ärger nimmt langsam Form an. Auf dem Weg zur Arbeit treffen Sie Ihren Intimfeind, den Hausmeister und Sie drücken sich wortlos grollend an ihm vorbei. Auf der Straße droht eine Begegnung mit einem schwatzenden Freund. Jetzt nicht den auch noch, denken Sie und wechseln die Straßenseite. Kurz, der Tag ist gelaufen, Sie erwarten nichts Gutes von ihm und haben vermutlich Recht. Am nächsten Morgen stehen Sie mit dem linken Bein zuerst auf („Links, Glück brings“) und schon ist es heller im Zimmer. Beim Duschen fällt die Seife herunter und Sie stoßen sich den Kopf beim Bücken danach. Sie lachen. Was für ein köstlicher Spaß. „Und ewig winkt das Murmeltier“, denken sie und grinsen. Auf der Treppe begegnet Ihnen der Hausmeister. Sie lächeln und er versteht die Welt nicht mehr. Auf der Straße, der schwatzende Freund, Sie freuen sich, ihn zu sehen. Der Tag kann kommen.
Was ich damit sagen will: Die Welt ändert sich nicht. Wir verändern uns und damit unser Verhältnis zur Welt. Das ist auch die Chance, die ein Patient hat. Er kann sich verändern und die Probleme anders wahrnehmen und so besser mit ihnen umgehen. Der erste und wichtigste Schritt ist immer die objektiv unvoreingenommene Wahrnehmung der eigenen Situation.

Ein Beispiel.
Die nachfolgende Situation beschreibt ein Reaktionsmuster einer jungen Frau, die erfolgreich im Beruf ist aber voller persönlicher Probleme steckt. Die Krankheit geht natürlich tiefer.

Die Patientin ist voller Zorn und Erregung, weil sie so viele Aufgaben aufgetragen bekommen hat, von denen sie nicht sicher ist, ob sie sie schaffen kann. Sie wütet förmlich gegen ihren Chef, der die Aufgaben verteilt, gegen ihren Freund, der sie gewiss nicht ausreichend unterstützen wird, sie müssen noch das Haus putzen, Waschen, den Rasen mähen und das Auto waschen, -tut er ja nie- gegen ihren Hund, der nur von ihr ausgeführt werden kann, usw. usw.  Sie befasst sich gar nicht mit Lösungen. Fakt ist, sie muss diese ganzen Dinge gar nicht tun. Niemand tut ihr etwas an, wenn sie das eine oder andere nicht erledigen kann. Alle sind des Lobes voll über ihre berufliche und sonstige Effizienz. Die Ursache ihres Zornes ist eine Fiktion.
Die Diskussion über das was wirklich ist und die Erörterung der möglichen Lösungen für den Fall, das eine oder andere träte ein, bringt für diesmal sofort Entlastung.

Ich versuche in diesem Fall als nächstes die physische Befindlichkeit stärken. Sowohl für die Aufarbeitung zurückliegender Ereignisse (Traumen) als auch für die Änderung bisher falscher Lösungsstrategien benötigt der Patient viel Kraft. Und die gewinnt er nur über einen wohl funktionierenden Organismus.  Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Wenn der Stoffwechsel in Ordnung ist, der Körper bekommt, was er braucht, dann können wir mit unseren Problemen gut umgehen. Aus der Chinesischen Medizin wissen wir, der Zorn kommt aus der Leber und die Angst, die Depressionen, kommen aus der Niere. Überschuss oder Mangel. In beiden Fällen ist es unsere Aufgabe die energetische Situation zu regulieren, Bewegung und energetischen Fluss zu erzeugen.

Wesentliche Organ- und Systempunkte für den Krankheitsbereich

Die wesentlichen Organ- und Steuerpunkte und deren Areale im Ohr, in denen sie sich im Falle einer Erkrankung im „Borderline- Bereich“ abbilden könnten, werden nachfolgend dargestellt. Die Aufzählung ist so vollständig wie möglich. Keinesfalls sind alle hier aufgeführten Punkte zu behandeln, sondern nur jene, die sich angesichts des konkreten Falles im Ohr abbilden.
Sofern solche Punkte nicht bereits im Rahmen des Behandlungskonzeptes aufgefunden und behandelt wurden, sind sie im Fall einer messbaren Abbildung zusätzlich zu behandeln. 
Für Krankheiten mit den Ursachen: Stress gibt es eine Reihe von Punkten und Arealen, die einen besonderen Bezug zum Geschehen haben und nach Bedarf beruhigend, anregend, angstlösend usw. wirken. Sie werden, sofern sie nicht bereits Bestandteil des ermittelten Behandlungskonzeptes sind, ergänzend verwendet.

 

Beschaffenheit und Gestaltung der Zonen im Ohr, in der solche Punkte oder Areale sich abbilden können, sollten immer sehr genau betrachtet werden. Pickel, Gelosen, Flecken oder die Größe und Gestaltung der betrachteten Zonen (eng oder weit? erkennbare Struktur oder konturlos) können dem geübten Betrachter eine wichtige diagnostische Hilfe sein.

Stresspunkte

Herz 100
Rhythmusstörungen, Hyper- und Hypotonie psychosomatischen Ursprungs sowie bei Kollaps, Schock, Schlafstörungen, Angst, Depressionen usw.
Die Zone 100 ist in allen Fällen von vegetativen Herzstörungen mit Herz¬sensationen indiziert. NOGIER bezeichnet diese Zone auch als Zone der Ängstlichkeit. Ursprünglich ist sie eine Empfehlung der Chinesischen Ohraku¬punktur und gehört zu den eher psychisch wirksamen Arealen.
(Hinweis auf Lungendreieck!)

Thalamus (26A)
Allgemeiner Analgesiepunkt (hat auch Bedeutung bei Phantomschmerzen), wirkt bei Gelenkrheuma,  Blutdruck regulierend, bei Lähmungen, nervösem “Tick” usw.
Mit  dem Punkt: „Thalamus“ wird der Zugriff auf ein zentrales Schalt- und Koor¬dinationssystem ermöglicht, das im Dienste der aufsteigenden (sensiblen) und absteigen¬den (extrapyramidalmotorischen) Bahnen des Zentralnervensystems steht.

Polster (29)
Schmerzzustände, Kopfschmerz, Hauterkrankungen, Asthma bronchiale, Neurasthenie, Hypotonie, Kollapsneigung, Schwindelzustände usw.
Polster ist ein häufig verwendeter Punkt und  gehört zu den Ba¬sispunkten der Ohrakupunktur. Wir verwenden ihn vor allem, um zu verhindern, dass der Patient Kreislaufprobleme bekommt und unter der Be¬handlung oder danach kollabiert.

Point de Jerome (29 B) Entspannungspunkt
Seelischer Ausgleich, Einschlafstörungen , Beruhigung

Shen men (55)
Tachycardie,  Arrhythmie, Unruhe, Aufregung, Schlaflosigkeit, Hy¬sterie, schmerzhemmende Wirkung.
Im chinesischen Kontext ist der Shen men “der Punkt Herz 7 der Klassischen Chinesischen Akupunktur, d.h., er wirkt er sedierend auf alle YANG-Zustände! Tatsächlich widerspiegelt er Hüfte, hat aber auch so die besprochene Wirkung!

Bluthochdruckpunkt (19) / Zone der Beruhigung
In der ZONE DER BERUHIGUNG bilden sich Punkte, wie der Anti-Hypertoniepunkt nach LANGE; der ACTH-Punkt nach Nogier, der Nikotin-Punkt nach Bahr, der valiumanaloge Punkt usw., ab. Alle der diesen Punkten zugeschriebenen Wirkungen sind ausgleichend und beruhigend.

Blutdrucksenkender Punkt (59)
Blutdrucksenkend und sehr wirksam, insbesondere wenn man zusammen mit den Punkten 19, Ohrspitze (78) und Thalamus (26A) behandelt.

Leber (98); Leber I und II (76,77)
Im rechten Ohr nimmt die Leber etwa zwischen Th 4 und Th 10 einen breiten Raum ein.
Die Punkte 96 und 97 auf der Helix (nach chin. Auffassung steht die Helix für Widerspiegelung der Leber) werden mit dem Punkt Leber als funktionelles System betrachtet. Demnach haben alle Punkte auf der Helix auch Wirkung auf den Leberstoffwechsel. Auch im linken Ohr, obwohl die Leberzone hier weniger ausgebildet ist und sich statt dessen die Areale von Milz und Pankreas abbilden.

Niere {Nierenzone} (95)
Hier wird bei allen funktionellen Erkrankungen des Urogenitalsystems und der Nebennieren behandelt. Weitere Indikationen sind als Folgen von Nierenstoffwechselstörungen u.a. Gelenkerkrankungen, Schlafstörungen, Neurasthe¬nie, Migräne, Menstrualstörungen, Ohrerkrankungen, Schwindel, Bluthochdruck, Erkältungen, Angst. Im weitesten Sinne wird die Nierenfunktion mit der Bereitstellung körpereigener Energie identifiziert. Hinweis: Nebenniere über dem Nierenareal in der Kurvatur der Concha!

Meisterpunkt des Trigeminus (NOGIER)
Übergreifend als Signal und Ausgleichmöglichkeit für überschießendes Geschehen und nicht ausschließlich als Trigeminusirritation zu verstehen.
Hat Wirkungen auf das Nervensystem, auf das Mesoderm und wirkt ausgleichend bei Verhaltensstörungen.

Endokrinum (22)
Nach KRACK  liegt in dieser Zone ein endokriner Befehlspunkt, der Punkt Y
(Aktivierende hormonelle Energie).
Abbild von Störungen der hormonellen Steuerung , gynäkologische Erkran¬kungen, Hauterkrankungen, Allergien, Asthma bronchiale, Erkrankungen der ab¬leitenden Harnwege, Gelenkentzündungen periphere Durchblutungsstörungen  usw.

Thyreoidea
Steuerungspunkt der Schilddrüsenfunktion. Achtung: Nicht zusammen mit Punkt 22 stechen. Die körperliche Reaktion auf beide Punkte wäre u.U. zu stark.
Die Schilddrüse als Organ bildet sich im Übergang auf  Höhe C5 - C7 (Parenchym) auf dem Conchaboden unmittelbar an der Kurvatur der Anthelix  und als Steuerpunkt des Magens auf der Vormauer im Segment der endokrinen Steuerung in Höhe des Magenareals ab

Pankreas (96)
Spastische und entzündliche Irritationen des Pankreas, Hautpro¬bleme, hämatologische Erkrankungen und Störungen des Verdauungstraktes
Das Pankreasareal im linken Ohr ist im Schwerpunkt die Abbildung der endokrinen Pan¬kreasfunktion (Pankreas als Verdauungsdrüse) dar. Hier findet sich auch der Insulinpunkt“ nach BAHR. Das linke Ohr ist bei der Be¬handlung funktionaler Störungen dementsprechend dominierend. Im rechten Ohr bildet sich eher die exokrine Funktion ab.
Omega-Hauptpunkt
Einfluss auf die psychische Persönlichkeit und ihre Entfaltung im sozialen Bereich.

Omega 1
Dickdarmpunkt! Im weiteren Sinne ist dieses ein Stoffwechselpunkt, über den das vegetativ gesteuerte Wohlbefinden beeinflusst werden kann.
Der Betroffene ist aggressiv und ungeduldig, weil die Verdauung oder der Zuckerhaushalt gestört sind. Die Folgen sind Magenprobleme, Tagesmüdig¬keiten, Abweichungen des Essverhaltens, Verhaltensstörungen (Alles ist stört, regt auf, macht aggressiv usw.).

Omega 2
Hier äußern sich die Folgen unserer Auseinandersetzung  mit der Umwelt, mit Menschen. Konflikte zwischen unseren Vorstellungen und Wünschen in die¬sem Leben und der täglichen Realität  können nicht immer einfach kompensiert werden. Die körperlichen Belastungen, die durch diese Konflikte ausgelöst wer¬den, führen auf die Dauer sowohl zu physiologischen als auch zu psychischen Veränderungen, Krankheiten, Verhaltensveränderungen wie Zorn, Neid und Ag¬gressivität.

Vegetativum I (51)
Vegetativ beeinflussten Störungen u.a. des Magen-Darm-Traktes, der Lunge und der Bronchien ( z.B. bei Asthma bronchiale), bei Kreislaufproblemen (Herzrhythmusstörungen, Blut¬druckschwankungen, Tachykardien)und sogenannten “Frauenkrankheiten” (Dysmenorrhöe, Amenorrhöe).

Vegetativum II
Er wirkt ähnlich dem Punkt “ Vegetativum I”  bei vegetativen Bela¬stungen entspannend. Hier kann man auf Angstzustände oder bei der Schmerz¬bekämpfung hilfreich einwirken. Der Patient kann besser “loslassen”.

Anti-Aggressionspunkt
Ärger, Aggression, Depression.
Wichtiger Punkt der Suchtakupunktur! Er wird von unten nach oben in den Knorpel mittig (unter) der Incisura intertragica gestochen.

Zone der Angst
Folgen von Angst / Furcht oder Kummer/ Sorge.

Zone von Kummer und Freude
Folgen von Kummer, Freude oder Depres¬sion.

Die Stressfurche
Sie verläuft vom Anti-Aggressionspunkt als Hautfalte quer über den Lobulus.
Der Patient ist besonders „dünnhäutig“, verträgt in der Regel wenige Belastungen und gerät schnell in Panik. Amerikanischen Unter¬suchungen ist zu entnehmen, dass diese Furche auch auf koronare Herzproble¬me hinweist.

Der R-Punkt nach Bordiol
Hilfspunkt der Psychoanalyse. Führt zum Sichzurückerinnern und über die Erinnerung zur Lösung seelischer Blockaden.

Das Behandlungskonzept führt uns zu einer selektierten Erkenntnis über die wichtigen Punkte (Symptome), die  zur Bewältigung der betreffenden Störung behandelt werden  müssen.  Die Schritte „ins Ohr“ sind: 

  1. Auf der Basis des gestörten Segments wird die jeweilige Behandlungslinie bestimmt und auf dieser behandelt.
  2. Polster wird genadelt (Kreislauf stabilisieren)
  3. Korrespondenzpunkte (Ohrrand am Ende der Korrespondenzlinie) suchen und bei Vorhandensein behandeln.
  4. Je nach Krankheitszusammenhang zusätzliche Organ- und psychovegetative Punkte in die Behandlung einbeziehen.

Immer ergibt sich der Umfang einer Behandlung aus der betrachteten Krankheitssituation. Ausnahmen bilden begrenzte, akute Störungen, die eine organotrope, d.h. rein symptomatische Behandlung zulassen.

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Es werden grundsätzlich beide Ohren in die Behandlung einbezogen!

Praxisfälle

Fall 1: Ich bin die Reinkarnation Gottes

Der Patient ist kommt in die Praxis wegen Magenproblemen (Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung), Obstipation (Hämorrhoiden, Blut im Stuhl), Harnverhaltung (obwohl Harndrang vorhanden ist) und Einschlaf- und Durchschlafprobleme, er wacht ständig nachts zwischen 3:00 und 4:00 Uhr (chin.: Leberzeit) auf.
Er ist 28 Jahre alt. Er hat eine Drogenvergangenheit, die ihn fast zerstört hätte. Er nimmt auch jetzt noch Drogen (Heroin), wenn er seinen Zorn nicht ventilieren kann. Seiner Wahrnehmung nach ist sein auf eine andere Person gerichteter Zorn immer von nachteiliger Folge für die Zielperson.
Er meint, er wäre nur noch auf der Welt, weil er einen Auftrag hat. Die Welt benötige das Wort Gottes und es wäre, so empfinde er manchmal, sein Auftrag, den richtigen Weg zu weisen. Es passt ihm daher nicht, dass er zornig wird, aber er kann sich nicht dagegen schützen.
Er hat Verlangen nach Sex, aber seine Erektion ist schwach. Häufig vergeht sie kurz vor der Vereinigung. Bei Belastungen (etwas anheben) hat er Schmerzen im Bereich Kreuzbein.

Stichworte:  Identitätsstörung: Anhaltend und deutlich gestörtes, verzerrtes oder instabiles Selbstbild bzw. Gefühl für die eigene Person (z.B. Gefühl, nicht zu existieren oder das Böse zu verkörpern).
Impulsivität bei selbstschädigen Aktivitäten (Drogenmissbrauch, Fressanfälle).
Gesten oder Versuche  oder selbstzerstörende Verhaltensweisen- aber kein Suizid!
Instabilität im affektiven Bereich: Ausgeprägte Stimmungsschwankungen ( z.B. Euphorie,   Reizbarkeit oder Angst), wobei diese Zustände gewöhnlich ein paar Stunden, seltener länger als einige Tage andauern.
Chronisches Gefühl der Leere.Übermäßige, starke Wut oder Unfähigkeit, die Wut zu kontrollieren ( z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut). Vorübergehende, stressabhängige, paranoide Wahnvorstellungen

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Noch während der Behandlung (Ohrakupunktur) schläft der Patient völlig entspannt ein. Nach der Behandlung, die Nadeln brauchen lange, ehe der Körper sie „freigibt“, ist er sehr entspannt und ausgesprochen euphorisch. Die Akupunktur sei wie ein Joint. Die Schmerzen sind weg. Der Stuhlgang und die Harnverhaltung bessern sich erst nach den folgenden Behandlungen.
Auch später ist er insgesamt ruhiger und geht mit den Dingen besser um. Nach sechs Behandlungen fühlt er sich gut. Die körperlichen Symptome und vor allem der Zorn sind fast weg und die Stressbewältigung macht ihm weniger aus. Er kommt jetztspontan, wenn er mit seinem Zustand nicht mehr zufrieden ist.

Fall 2: Verbrennungen – Ich bin die Braut des Teufels

Die Patientin ist 27 Jahre alt. Sie studiert Veterinärmedizin. Sie ist von schwerfälligem Körperbau und hat eine Aura von Zorn, als sie die Praxis betritt. Ihre Arme sind bandagiert.
Sie berichtet, dass sie als Kind von einem Familienmitglied sexuell missbraucht wurde.
Ihre Situation schildert sie als bedrohlich. Sie befindet sich in Vorbereitung auf das Abschlussexamen. Die Studiengruppe lehnt sie ab und eine Freundin hat sie enttäuscht. Das verursacht Zorn auf diese Personen. Sie hat sich schon vor Jahren einem Teufelskult angeschlossen. Seither verbrennt sie sich die Arme mit einer Kerze, wenn die Welt ungerecht ist und sie darob in Zorn gerät. Sie beschreibt Begleiter, die sie in ihrer Vorstellung heimsuchen. Sie haben Tierkörper und Menschenköpfe, die je nach Stimmungslage rot glühen oder weiß sind. Während der Behandlung verändern sich die Farben von rot nach weiß und die Anzahl, in der Regel, drei, nimmt ab. Sie wird extrem entspannt und regelrecht froh.
Körperliche Symptome sind, Schweiß, insbesondere Nachtschweiß, Schlafstörungen, Stuhlverhaltung. Die Regel ist gering und bleibt auch mal aus. Sie hat Phasen übermäßigen Essverlangens. Es geht ihr nach dem Essen, trotz Blähbauch und Schwere, besser.
Die Patientin kommt nur, wenn sie es will. Regelmäßige Behandlung lehnt sie ab. Bei den ersten Besuchen hat sie stets neue Wunden an den Armen.
Stichworte: Selbstverletzendes Verhalten, wie das Zufügen von Biss- oder Schnittwunden. Suizidversuche, in Zusammenhang mit schweren Depressionen, zerbrochenem Lebensweg, sozialen Konflikten oder sozialer Isolierung.
Selbsthass und die Unfähigkeit, die plötzlich auftretenden Spannungen abzubauen, sowie ein Gefühl des „sich nicht mehr Spürens“ in autoaggressivem Verhalten. Selbstverletzung findet also vor allem zur Selbstbestrafung, zum Spannungsabbau sowie um "sich selbst zu Spüren" statt. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Borderline-Patienten ein verringertes Schmerzempfinden besitzen. Dies wird auf einen aktiven Unterdrückungsmechanismus des Gehirnes zurückgeführt.

Häufig wird das Gefühl des Selbsthasses durch Situationen ausgelöst, auf die die Betroffenen überhaupt keinen Einfluss haben.
Intensive Schübe aus Angst, Depression, Selbsthass oder Wut für einen kurzen Zeitraum oder wenige Stunden, jedoch auch über mehrere Tage und noch deutlich länger. Diese können in Verbindung mit Störungen der Impulskontrolle wie impulsiver Aggression, selbstverletzendem Verhalten auftreten.

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Jede Behandlung führte zu einer extremen Entspannung. Die Fantasiegestalten sind in der Regel verschwunden oder ganz friedlich.

 

Fall 3: Anorexia nervosa oder: „Ich hasse dich,- verlass mich nicht!“

Eine relativ junge Frau, dünn und quirlig, etwa 35 Jahre alt, hat täglich Fressanfälle und verdrückt bei solchen Gelegenheiten unmäßige Mengen beliebiger Lebensmittel (für 20 € Kuchen zum Beispiel).
Unmittelbar danach erbricht sie die aufgenommene Nahrung. Sie ist seit dem 11. Lebensjahr magersüchtig und hat an manchen Tagen außer einer Orange und Wasser nichts zu sich genommen. Seit etwa 5 Jahren kommt es zu Fressanfällen und angesichts ihrer Angst vor dem Dickwerden folgerichtig zum regelmäßigen Erbrechen.

Sie ist Maklerin und Hausverwalterin und in ihrem Beruf anerkannt und tüchtig. Es ist für sie wichtig, alles zur Zufriedenheit zu erledigen und setzt sich mit ihren eigenen Qualitätsansprüchen ständig unter Druck.
Ihre Eltern sind wohlhabend. Sie lebt mit einem Mann, hat aber keine Lust auf Sex. Sie ist aggressiv und ängstlich. Sie macht unglaubliche Kompromisse bei Fremden und verletzt ihre Freunde.

Am Anfang war das Bild der Patientin durch extreme emotionale Instabilität geprägt. Sie schwankte ständig zwischen vorwurfsvollen Angriffen und Klammerverhalten. Das eigene Selbstbild taugte nichts. Sie bezog die Bewertungsmaßstäbe der eigenen Person aus der Bewertung durch andere, durch die Familie und Freunde. Deren Urteil, ob ausgesprochen oder von ihr vermutet, wurde nicht hinterfragt und völlig unkritisch angenommen. Denen zu gefallen waren die einzigen  Ziele und "innere Präferenzen" (einschließlich der sexuellen).
Es kam aus den geringsten Anlässen zu wiederholten zu starken emotionalen Krisen verbunden mit übermäßigen Anstrengungen, nicht verlassen zu werden. Dabei schwankte sie  zwischen Idealisierung und Entwertung der anderen Person hin und her und fürchten gleichzeitig, verlassen zu werden. Sie war ständig enttäuscht von Freunden, Familie usw. und erbost, wenn sich ihre Erwartungen/Vorstellungen/Wünsche (sie teilte sich dabei nicht etwa mit, sondern erwartete von dem Anderen, das der ständig, wie sie selbst es ja tat, die Wünsche wusste/ ahnte.) nicht erfüllten. Sie konnte dann sehr emotional fluchen. Insbesondere ihren Lebenspartner demontierte sie ständig, obwohl sie ihn nach eigenem Bekunden liebte. Sie beschimpfte ihn, wünschte sich aber gleichzeitig, dass er bleibt. Versuche, sich zu lösen, waren jedoch zunächst immer mit katastrophalen Rückschlägen ihrer Befindlichkeit begleitet. Ihre Angst, verlassen zu werden, hatte etwas mit den eigenen, traumatischen Erfahrungen zu tun. Als sie später einen anderen Mann liebt, ist sie sehr schnell zufrieden, wenn er mit ihr telefoniert und mit ihr plausiblen Argumenten (selbst verheiratet, Bruder krank usw.) sein Ausbleiben erklärt. Ihre Angst vor zu großer Nähe macht, dass es ihr ausreicht, das ein anderer Mensch da und in der Ferne nah ist.
Ihr Zorn kann gewaltig sein und ihre Unfähigkeit, diese Wut zu kontrollieren führt zu Fressanfällen und Erbrechen, anderen Ende körperliche Schwäche die ersehnte Gelassenheit bringt. Die Intensität dieser Handlungen zeigte eine ausgeprägte Tendenz zur Selbstzerstörung.

Ich behandelte Sie in einem einwöchigen Abstand. Sie wollte das so. Sie brauchte auch das Gespräch und Lösungsansätze für Ihre täglichen Probleme.
Die Ohrakupunktur erfolgt jedes Mal und immer an ihre jeweilige Situation angepasst.

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Begleitend dazu mache ich mit Ihr eine Diät, die weitestgehend aus Tees und Säften besteht und soweit sie es sich gestattet durch kleine Mahlzeiten angereichert wird.

Sie werden sich fragen, warum eine Diät, die dazu  fast nur aus Gemüsesäften, Tees und zusätzlichen Mineralstoffgaben (Basica) besteht, wo sie doch sowieso nichts isst.
Die Antwort ist:  mit dieser Diät schaffen wir es jetzt überhaupt erst einmal ausreichend Salze und Mineralien für den Körper zur Verfügung zu stellen. Ihre bisherige „Ernährung“ konnte das nicht leisten.
Die ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen ist so wichtig, weil der Organismus, wenn keine oder nur in ungenügendem Maße Mineralstoffe zur Verfügung stehen, ein nicht zu unterdrückendes Verlangen produziert. Dieses Verlangen wird in der Regel durch das Bewusstsein als Essverlangen übersetzt.
Mit dieser Maßnahme haben wir den Mineralstoffhaushalt signifikant verbessert und zumindest den Mangel als Ursache für einen Fressanfall ausgeschaltet. Das war ein wichtiger Schritt.
Mehr war zunächst nicht drin. Immerhin hat sie nach einigen Behandlungen die Erfahrung gemacht, dass sie, wenn Sie in Begleitung ist, essen kann, ohne dass es dann zu Fressanfällen kommt.  Und wenn sie doch wieder Rückfälle hatte, passierten die, wenn sie allein und im Stress war. Eigentlich braucht sie das gar nicht. Aber im Stress will sie sich nicht kontrollieren.

Mit der Kraft kamen auch Lösungen und ein neues Selbstwertgefühl.
Wir hatten auch vereinbart, dass sie die Fressanfälle, mit denen sie immer wieder reagierte, nicht zu Ernst nehmen sollte. Sie sollten nicht dazu führen, sich nicht zu mögen und sich Schuld zu geben. Sie würde das nächste Mal eben besser damit umgehen.
Was bis heute geblieben ist, ist ihre völlig unstrukturierte Angst dick zu werden.

Die Akupunktur hat viel innere Ruhe erzeugt und die Stress- und Fressanfälle ließen nach. 
Eine besondere Rolle spielte der Punkt Bordiol. Nach einer Behandlung bekam ich vom Freund einen Anruf, indem er besorgt nachfragte, was er jetzt tun solle. Seine Freundin weinte seit zwei Stunden und wäre nicht zu beruhigen. Das war der Durchbruch.
Sie kommt noch in Abständen von drei Wochen regelmäßig. Das ist immer noch nötig. Aber sie hat kaum noch Fressanfälle. Ihre Ernährung ist ein wenig unorthodox. Wenig Eiweiß, wenig Fette, wenig Kohlenhydrate. Nicht ganz ohne – aber wenig. D.h. immerhin eine Mahlzeit am Tag. Sie kocht nicht selbst, sondern geht essen. So hat sie eine Kontrolle, ein bisschen Schutz vor sich selbst.  Aber sie trinkt viel, insbesondere Gemüsesäfte und Tees und fühlt sich insgesamt besser.
Ein großer Erfolg war auch das Widereintreten ihrer Regel. Seither ist sie auch nicht mehr so sehr auf die Personen in ihrer Nähe fixiert. Und die Fressanfälle kann sie verdrängen, obwohl sie bei Belastung noch daran denkt. Wenn es die Umstände zuließen und wenn sie das Gesicht nicht verlieren würde, würde sie es weiterhin zum Frustabbau einsetzen. Sie hat wieder Lust nach Ortsveränderung und verreist spontan, wenn nötig ohne den Freund.
Bis dahin war allerdings ein Jahr vergangen.

 

Fall 4: Agoraphobie

Agoraphobie (Platzangst), ist eine akute Stresssituation, die sich einstellt, wenn die betroffenen Personen sich auf öffentlichen Plätzen und Straßen aufhalten oder die schützende Wohnung zu verlassen. Bemerkenswert ist, dass dieser Zustand auftritt, wenn die Patienten allein sind und sich ohne Schutz wähnen. Sind Partner oder andere Vertrauenspersonen anwesend, schwinden Stress und Angst. Im Allgemeinen bemerkt der Außenstehende dann nichts Auffälliges an der betroffenen Person. Ein Vater sagt: „Wir gehen in ein Restaurant und sie sitzt da, so wie wir auch, eben ganz ruhig. Sie lächelt auch mal und redet mit uns. Und ich denke: Die hat doch gar nichts, die ist doch ganz normal.“
Frau X ist 38 Jahre alt. Sie macht einen extrovertierten, überaktiven Eindruck. Dementsprechend ist sie bered und schildert ihre Situation sehr plastisch, verliert sich aber auch, so dass der Behandler Mühe hat die Schilderungen zu ordnen. Ihre Beschwerden (Agoraphobie) begannen etwa mit im Alter von 22 Jahren. Es gab damals eine persönliche Krise (Trennung vom damaligen Freund). Sie erinnert sich, dass unmittelbar danach ein erster Angstanfall erfolgte. Plötzlich und unmittelbar.
Sie schildert Symptome wie: Schwindel, Kopfdruck, Mundtrockenheit, Herzflattern, das Gefühl, ohnmächtig zu werden, wacklige Beine, Übelkeit und das Gefühl, keinen richtigen Boden unter den Füßen zu haben. Das Besondere sei, dass sich dieser Zustand rasend schnell entwickle. In solchen Situationen habe sie das konkrete Gefühl sterben zu müssen und eine starke Angst, dass es aus dieser Situation kein Entkommen gäbe. Selbst wenn sie sich sicher fühlt, berichtet sie, hat sie Angst vor plötzlichen Dingen, schlechten Nachrichten etwa. Sie ist sehr sensitiv, dünnhäutig und in der Grundtendenz etwas ärgerlich. Sie wehrt sich eben immer.
Obwohl sie Schutz sucht, mag sie allzu große Nähe nicht. Sie kann auch Trost nicht so einfach annehmen. Er verschlimmert die Situation. Sie denkt, dass sie Zuwendungen nicht wert ist. Aber sie ist doch stets sehr unrealistisch in der Einschätzung der eigenen Situation. Potentiellen Partnern stößt sie  immer wieder vor den Kopf, weil sie versucht eine solche Beziehung zu dominieren. Sie hat ein suchtartiges Verhältnis zur Sexualität. Sie hasst sich und die jeweiligen Partner, wegen ihrer eigenen Unfähigkeit, sich zu regulieren, was häufig in hysterische Anfälle mündet.
Ihre Haut ist trocken. Die Kopfhaut juckt. Langes Stehen verursacht Rückenschmerzen. Zusätzlich hat sie eine ganze Palette von Magen- und Darmfunktionsstörungen.
Sie hat Phasen der Atemnot. Dann wacht sie nachts auf und muss sich setzen. Ihr Schlaf ist extrem störanfällig, bei der geringsten Störung wacht sie auf. Sie schwitzt schnell. Sie hat dann oft Herzrasen, Herzstechen, Herzstolpern. 
Sie hat Strategien entwickelt, Situationen, in denen sie aus Stress oder Angst einen Kontrollverlust erlitt, zu meiden. Dazu gehört die Einbeziehung von Kollegen und Freunden, die sie zu allen sonst ganz normalen Erledigungen begleiten
Sie hat mehrere ärztliche Therapien hinter sich, die u.a. in einer Verhaltenstherapie mündeten, bei der sie,  durch einen Betreuer begleitet, allen Situation des Alltages gegenüber gestellt wurde. Da der Betreuer im in Sichtweite war, konnte sie die Aufgaben ohne größere Probleme bewältigen. Ihre Angst, wenn sie allein war, hat das nicht beeinflusst.
Meine Behandlung beginnt mit einer Ohrakupunktur. Die erste Untersuchung zeigt folgendes Bild:

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rechtes Ohr

linkes Ohr

Bereits nach drei Behandlungen (jeweils 2 wöchiger Behandlungszyklus) geht es ihr deutlich besser. Die Haut juckt nicht mehr. Der Schlaf ist besser. Die Anfälle von Agoraphobie sind nicht mehr so bedrohlich und ihr irgendwie bewusster geworden. Sie geht damit um und sie ohne Begleitung zur Arbeit fahren (bekannter Weg) sowie kleinere Ausflüge machen.
Dann bekommt sie eine sechswöchige Kur. Als sie danach wieder zur Behandlung erscheint, sind die Beschwerden wieder so, wie zur Beginn der Behandlung. Nach der Weiterbehandlung tritt die Besserung wieder ein, bis sie Ihre Mutter in Thüringen besucht. Und so weiter!

Michael Noack
Heilpraktiker

Die Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Chinesische Medizin (AG TCM) e.V. bietet über ihren Fachbereich Ohrakupunktur und das Zentrum für Ohrakupunktur Berlin Ohrakupunkturkurse an. Diese Kurse werden von der AG TCM zertifiziert.
Informationen zum Ausbildungsinhalt (Rahmenlehrplan), über Ausbildungsorte und Termine kann man der Homepage des Fachbereichs: www.ak-ohrakupunktur.de und der Homepage des Zentrum für Ohrakupunktur Berlin: www.ohrakupunktur-ausbildung.de entnehmen.
 

 

 

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Stand:  Montag, 9. Oktober 2017